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WENDE SINGT WINTERREISE

Ein düsterer Liederabend voller Seelenkratzer. Romantik anno 2015. Der niederländische Komponist Boudewijn Tarenskeen schrieb eine bemerkenswerte Neukomposition von Schuberts berühmten Winterreise. Er lässt seine Partitur singen, weinen, knirschen, tanzen, hämmern und flüstern.

Das Rezital wird zur szenischen Performance, zum abenteuerlichen und verstörenden Kampf zwischen der Sängerin und dem Pianisten. Die preisgekrönte Popsängerin Wende (u.a. Edison Award) und Pianist Gerard Bouwhuis siedeln Tarenskeens Interpretation der Winterreise zwischen den Welten der leichten Musik und der hohen Kunst an. Die eigenwillige Kombination von einer bekannten Popsängerin und einem klassischen Pianisten ist gleichermaßen verstörend wie traumhaft shön.

Diese Komposition reiht sich nahtlos ein in Tarenskeens erfolgreiche Rekonstruktionen von u.a. Wagners Parsifal, Schönbergs Erwartung und Bachs Matthäus Passion, die alle entstanden sind aus seiner Faszination für scheintote Genres. Seine Werke balancieren gekonnt auf dem Rand von Konzert und Theatervorstellung und lassen sich bewusst niemals eindeutig klassifizieren. Sein Rezital ist ein offenes Kunstwerk das dazu einlädt alle mögliche Varianten und Interpretationen zu hinterfragen.


 

Wende Gesang
Gerard Bouwhuis Piano

Boudewijn Tarenskeen Musik
Wilhelm Müller Text

Gerardjan Rijnders Regie
Janine Brogt Dramaturgie

Jantje Geldof Lichtdesign